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ADHS: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Wird bislang mit einem genetischen Defekt beim Stoffwechsel der Botenstoffe im Gehirn erklärt, vermutlich haben aber auch Stoffwechselstörungen und verzögerte Nahrungsmittelallergien einen Einfluss. Adipositas: Fettleibigkeit, Fettsucht. Das Körperfett ist über das normale Maß hinaus stark vermehrt und führt zu krankhaften Effekten. Nach WHO-Definition spricht man von Adipositas, wenn der Körpermasseindex (BMI) bei 30 kg/ m² oder darüber liegt. Allergie: Eine Abwehrreaktion des Immunsystems gegen fremde, normalerweise harmlose Stoffe, die Entzündungsreaktionen auslösen. Man unterscheidet Sofort-Allergien (Typ I), die in Sekunden bis Minuten auftreten, und verzögerte Allergien (Typ III), die sich erst Stunden bis Tage nach der Aufnahme des Fremdstoffs (z.B. Nahrungsmittel) bemerkbar machen. Allergie Typ I: Allergie vom Sofort-Typ; wird durch IgE vermittelt. Allergie Typ III: Allergie vom verzögerten Typ; wird durch IgG vermittelt. Antikörper: Abwehrstoff im Blutserum, Immunglobulin. Atopische Dermatitis: Atopisches Ekzem, Neurodermitis. Chronische, nicht-ansteckende Hautkrankheit, die zu den atopischen Erkrankungen gehört. Typische Merkmale: starker Juckreiz und rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut. Autoimmunerkrankungen: Bei diesen Erkrankungen bewertet das Immunsystem körpereigenes Gewebe als fremd und bekämpft es. Cluster-Kopfschmerz: Primäre Kopfschmerzerkrankung, die sich durch streng einseitig auftretende Attacken im Bereich von Schläfe und Auge äußert. Kopfschmerzen von stärkster Intensität, episodisches Auftreten. Fruktose-Malabsorption: Der Transport der Fruktose vom Darm in die Blutbahn ist gestört, so dass der Fruchtzucker im Dünndarm nur begrenzt aufgenommen wird. Durch die unvollständige Aufnahme gelangt der Zucker in die tieferen Darmabschnitte, wo er zu Wasserstoff (H2), Kohlendioxid (CO2) und kurzkettigen Fettsäuren abgebaut wird. Die Folge sind vor allem Beschwerden wie Blähungen und Durchfall. Nicht zu verwechseln mit der erblichen Fruktose-Intoleranz. Gliadin: Klebereiweiß in Gluten-haltigem Getreide. Gluten: Oberbegriff für „Klebereiweiß“, das in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt. Histamin-Intoleranz: Histamin-Unverträglichkeit. Das mit der Nahrung aufgenommene Histamin kann durch eine fehlende oder verringerte Aktivität des Histamin-abbauenden Enzyms Diaminooxidase (DAO) nicht mehr abgebaut werden. Wichtigste Symptome: Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme, Herzjagen, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, Regelschmerzen, Schnupfen, trockene Nase, Asthma, Depressionen, Hautjucken, Hautrötungen. IgE: Immunglobulin E, eine spezielle Klasse von Antikörpern, die bei Sofort-Allergien eine Rolle spielen. IgG: Immunglobulin G, eine spezielle Klasse von Antikörpern, die bei verzögerten Nahrungsmittel-Allergien eine Rolle spielen. Immunglobulin: Eiweiße, die fremde Eiweiße an sich binden, damit unschädlich machen und der Zerstörung durch das Immunsystem zuführen. Man unterscheidet folgende Klassen: IgG, IgM, IgA, IgD und IgE. IgG und IgE können in einem Bluttest nachgewiesen werden und weisen auf eine Sofort-Allergie (IgE) oder Verzögerte Allergie (IgG) hin. Immunkomplex: Zusammenschluss eines Antigens mit einem Antikörper, der durch das Komplementsystem vernichtet wird. Laktose-Intoleranz: Milchzucker-Unverträglichkeit als Folge von fehlender oder verminderter Produktion des Enzyms Laktase, welches Milchzucker spaltet und so verdaulich macht. Wichtigste Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen, Koliken, Völlegefühl, Übelkeit oder Durchfälle. Migräne: Anfallsartiger, pulsierender und halbseitiger Kopfschmerz. Begleitsymptome: z.B. Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit. Bei manchen Patienten geht einem Migräneanfall eine Aura voraus: Es kann zu optischen Wahrnehmungsstörungen, aber auch zu motorischen Störungen kommen. Morbus Crohn: Chronisch entzündliche Darmerkrankung. Nach neuesten Erkenntnissen können Nahrungsmittel solche Entzündungen auslösen, zum Beispiel durch eine verzögerte Nahrungsmittelallergie vom Typ III. Nahrungsmittelallergie: Durch das Immunsystem vermittelte Reaktion gegen Nahrungsmittel, die normalerweise harmlos sind. Nahrungsmittelunverträglichkeit: Alle Reaktionen, die nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln zu Beschwerden führen. Psoriasis: Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine nicht-ansteckende Autoimmunkrankheit. Hauptsymptome sind scharf begrenzte, rote, schuppende und zum Teil juckende Hautstellen. Reizdarmsyndrom: Störung, bei der Durchfälle, Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen und andere Darmprobleme auftreten. Nach dem heutigen Stand der Forschung hat das Reizdarmsyndrom viele Ursachen. Rheumatische Erkrankungen: Alle Krankheiten im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates, die nicht durch eine Verletzung oder durch Tumorerkrankungen ausgelöst worden sind. Bei vielen rheumatischen Erkrankungen kommt es zu einer Störung des Immunsystems: körpereigenes Gewebe wird bekämpft. Spannungskopfschmerz: Leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen. Dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz. Beginnt häufig im Nacken und breitet sich langsam über den ganzen Kopf aus. Verzögerte Nahrungsmittelallergie: Typ III-Allergie, IgG-vermittelt. Nahrungsmittel führen zu einer verzögerten Immunreaktion, die nach Stunden bis Tagen Beschwerden hervorruft. Zöliakie: Chronische Erkrankung des Dünndarms, die durch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten zustande kommt. Wichtigste Symptome: Durchfall, Blähbauch, Gewichtsverlust und Übelkeit.
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